Kreistagsabgeordneter Michael Koch
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Michael Koch
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Brandenburg
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29.01.2010, 20:27 Uhr | Märkische Allgemeine Zeitung, Der Havelländer, Ulrike Kiefert Übersicht | Drucken
Vertrag ist unter Dach und Fach
Brieselanger Sportverein kann Fichtesportplatz ab März betreiben


BRIESELANG Der Nutzungsvertrag zwischen der Gemeinde Brieselang und dem Sportverein Grün-Weiß für den Fichtesportplatz ist jetzt in trockenen Tüchern. Bis auf eine Gegenstimme haben ihm alle Gemeindevertreter am Mittwochabend zustimmt. Die Vertragszeit läuft über 25 Jahre und soll am 1. März beginnen. 

Viel diskutiert wurde über den Nutzungsvertrag nicht mehr. Das lag auch daran, dass die Runde den unterschriftsreifen Vertrag schon im Dezember auf dem Tisch hatte. Damals war er von einigen Gemeindevertretern jedoch als nicht wasserdicht kritisiert und am Ende abgelehnt worden.


Auch jetzt müssen die Vertragspartner noch ein bisschen nachbessern. So drängten die Gemeindevertreter darauf, dass sich der Verein im Vertrag ausdrücklich dazu verpflichtet, das verwitterte Gebäude des ehemaligen Rosengartens auf dem Sportplatzgelände wie angekündigt bis spätestens Ende 2012 abzureißen. „Das wird sogar noch in diesem Jahr geschehen“, informierte Grün-Weiß-Chef Harald Klos. Das Gebäude, zwei Schuppen und der größte Teil des Areals gehören der Gemeinde. 

Für Michael Förster (SPD) war der Rosengarten indes der Hauptgrund, den Vertrag abzulehnen. „Wir entscheiden heute, ihn für 25 Jahre abzugeben. Bis dahin kann aber noch viel passieren“, sagte Förster. Den Bürgermeister und die jetzige Gemeindevertretung werde es bis dato auf jeden Fall nicht mehr geben. Michael Koch (CDU) vertrat in diesem Punkt eine andere Meinung. „Wir haben es schließlich in den letzten 20 Jahren nicht geschafft, den Rosengarten einer sinnvollen Nutzung zu übergeben.“ Dass sich der Verein bereit erklärt hat, die Ruine abzureißen, begrüßte Ralf Heimann (FDP). „Die Gemeinde wird dafür auch künftig kein Geld haben.“ 

Auf dem Gelände will der Sportverein einen neuen Sanitärtrakt mit sechs Umkleidekabinen, zwei Duschräumen, Toiletten, Küche, Klub- und Büroräumen bauen. Der Verein hofft dafür auf Fördermittel aus dem Sportstättenprogramm des Landkreises. Ein Planungsbüro ist bereits mit dem Kostenplan beauftragt. 

Keine Probleme mehr hatten die Gemeindevertreter mit der 25 Jahre langen Laufzeit des Nutzungsvertrages. Sie garantiere dem Verein Planungssicherheit, der Gemeinde langfristige Kostenentlastung und den Sportlern dauerhafte Nutzungsrechte. Darüber waren sich die Gemeindevertreter einig. Laut Vertrag ist die Kündigung jährlich mit einer Frist von neun Monaten zum Jahresende möglich. Ein Sonderkündigungsrecht gibt es nicht.

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