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| 16.02.2010, 11:00 Uhr | Märkische Allgemeine Zeitung, Der Havelländer, Anke Fiebranz
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Zuschuss für Tafel gefordert Soziales: BFB will Geld aus Brieselanger Etat, die CDU einen Vereinsfonds
BRIESELANG Die Fraktion Bürger für Brieselang (BFB) will die Brieselanger Tafel erhalten und dazu die künftig anfallenden Miet- und Nebenkosten aus dem Gemeindeetat bezahlen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Fraktion hat Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) aufgefordert, schnell entsprechende Verträge abzuschließen. Sie selbst will zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung einen Antrag einbringen, mit dem Mittel im Haushalt eingeplant werden. Fraktionschef Christian Achilles spricht von rund 5200 Euro im Jahr.
Der Tafel droht das Aus, denn der Insolvenzverwalter des Hauses im Forstweg 1, wo der Verein Räume nutzt, verlangt künftig 100 Euro Miete und 330 Euro Betriebskosten monatlich. Zu viel für die gemeinnützige Tafel, die finanzschwache Brieselanger mit Lebensmitteln versorgt. Bisher zahlte der Verein Tafel lediglich eine Betriebskostenpauschale von 150 Euro im Monat (MAZ berichtete). „Die Tafel ist für Brieselang unverzichtbar. Sie leistet unschätzbare Hilfestellungen zur Sicherung der Lebensgrundlagen für eine zunehmende Zahl von Brieselanger Familien“, so Christian Achilles.
Die Bedeutung der Tafel stehe außer Frage. Aber über einen Zuschuss müsse vorher auf alle Fälle die Gemeindevertretung entscheiden, gegebenenfalls in einem Eilbeschluss, so Michael Koch, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Seine Partei könne sich zwar kurzfristig eine Förderung der Tafel vorstellen, damit sei das Problem aber nicht vom Tisch, zumal das Haus im Forstweg ohnehin verkauft werden soll, so der CDU-Mann. „Es bedarf einer langfristig tragfähigen Lösung für die Tafel, findet er. Der Bürgermeister soll daher prüfen, ob alternativ in einer gemeindeeigenen Immobilie ein langfristiger Mietvertrag abgeschlossen werden könnte. Als Beispiel nannte Koch den Plattenbau am Bahnhof, in dem sich auch die Bibliothek befindet. Nach seiner Ansicht müsse man auch das Phönix-Theater im Blick haben. Die ehrenamtlich betriebene Kulturstätte, im Forstweg 1 ansässig, ist ebenfalls bedroht. Das Theater werde von BFB völlig ausgeblendet, kritisierte Koch. Auch andere Vereine bräuchten Unterstützung. „Ich rege deshalb an, ab dem nächsten Haushaltsjahr soziale Einrichtungen und Vereine aus einem Vereinsfonds für Bildung und Soziales zu fördern“, sagte Koch. So etwas gebe es schon in anderen Gemeinden. |
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