CDU Logo
Startseite      Aktuelles      Zur Person      Bilder      Interaktiv     
› News  › Archiv  › Termine  › Presse  › Pressearchiv  
Presse
04.06.2010, 15:41 Uhr | Märkische Allgemeine, Der Havelländer, Jens Wegener Übersicht | Drucken
Debatte über besseren Nahverkehr
WIRTSCHAFT: Der Nullknoten kostet sechs Millionen Euro


HAVELLAND - Als „utopisch und nicht finanzierbar“ bezeichnete CDU-Politiker Michael Koch das, was die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Havelland vorgeschlagen hat. „Diese Ideen finden bestimmt alle gut, aber „wir sind nicht bei Wünsch dir was“, ergänzte Koch. Zumal der Landkreis erstmals in diesem Jahr sowieso schon einen im Haushalt verankerten Zuschuss an die Havelbus Verkehrsgesellschaft von rund 1,5 Millionen Euro ausreichen muss, weil die Rücklage von Havelbus aufgebraucht sind. Auch alle anderen Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschuss des Kreistages ließen am Mittwoch in Ribbeck durchblicken, dass der Antrag der Grünen nicht mehrheitsfähig ist. So einigte man sich am Ende darauf, alle Anregungen der Grünen im kommenden Jahr, wenn es um die Vorbereitung des Nahverkehrsplanes von 2012 bis 2016 geht, aufzunehmen.


Zuvor hatte Felix Doepner von den Grünen versucht, seine Gedanken zu einer besseren Vertaktung von Bus und Bahn an den Bahnhöfen Nauen und Rathenow zu erklären. „Ziel soll es sein, mehr Menschen in die Busse und Bahnen zu bekommen. Das gelingt nicht, wenn man an Umsteigepunkten mehr als 45 Minuten warten muss.“ Bei insgesamt elf von 14 Buslinien im Landkreis sei der Anschluss an den Bahnhöfen nicht optimal, oft nur in Richtung Berlin. Er plädierte für eine Vertaktung „im Stundentakt in alle Richtungen“. Im Nahverkehrsjargon heißt das „Nullknotenkonzept“.

Nach einem ersten Überschlag würde das Mehrkosten von rund sechs Millionen Euro pro Jahr bedeuten, hielt Dezernent Andreas Ernst dagegen: „Im Bereich Nauen müsste Havelbus demnach etwa 1,5 Millionen Kilometer mehr fahren, im Bereich Rathenow wären es 1,8 Millionen. Da ein Kilometer etwa zwei Euro kostet, kommt die riesige Summe zustande.“ Würden die Kreispolitiker dem Vorschlag der Grünen zustimmen, käme es zu Einsparungen an andere Stelle, so Ernst. Zum Beispiel beim Schülerverkehr. Dort wären dann Wartenzeiten beim Umsteigen von 50 Minuten keine Seltenheit. Havelbusverkehrsplaner Andrej Kirschbaum erklärte, dass die Vertaktung an 10 von 19 Bahnhöfen im Landkreis „ganz gut“ funktioniere.

Nötig seien aus der Sicht von Havelbus eine höhere Taktfolge von Bussen in Abhängigkeit von der Bedeutung der Linie, eine bessere Ausrichtung der Buslinien auf den Ausbildungsverkehr und Alternativen wie der Ruf-Bus in dünn besiedelten Gebieten.

  Ältere Artikel finden Sie im Archiv.

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
Suche
    

Termine
Landesverband Brandenburg